Star is just a Sun

,

INFOS


ARTIST

The White Birch

RELEASE DATE


12/04/2015


CATALOGUE NR.


GRCD/LP/DIGITAL 854

TRACKLIST


Credits:

Bass, Keyboards – Ulf Rogde 

Cover, Design [Cover Design] – RM (11), The White Birch Cymbal Keyboards – Ingar Hunskaar

Drums, Percussion – Hans Christian Almendingen

Keyboards – Frode Løes Arnesen

Mastered By – Audun Strype

Mixed By – Helge Sten

Air
Breathe
Silly Malone
Love Is So Real
Beauty King
Star
Riot
Donau Movies
Glow
Atlantis

WATCH & LISTEN



YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von Spotify zu laden.

Inhalt laden

Story


“Was ist eigentlich Glück?” fragt Ulf Rodge an einem Septemberabend im Jahre 2014 in einer Berliner Bar. „Was ist das eigentlich?“ Rodge war Keyboarder und Bassist bei The White Birch. Gemeinsam mit Hans Christian Almendingen und Ola Flottum veröffentlichte er zwischen 1996 und 2005 vier Alben und eine EP. Danach verschwand die Band, bis Flottum, nunmehr solo unterwegs, Anfang 2015 mit „The Weight Of Spring“ zurückkehrte.

Doch 13 Jahre zuvor, in einer Zeit, in der in New York die Türme fielen und The White Stripes, The Strokes und auch The Libertines die Renaissance der Gitarre für eine kurze, aufregende Zeit vorantrieben, erschien auf Glitterhouse Records ihr Meisterwerk „Star Is Just A Sun“. Keyboard-Flächen, Pianomelodien, Soundwände, ein langsam pulsierender Bass, der verhuschte Nachklang des Schlagwerks, und darüber legte sich Flottums warme, hohe Stimme.

The White Birch
 reihten sich auf Glitterhouse neben Savoy Grand ein. Mit Langsamkeit gegen die sich jetzt immer schneller drehenden Nachrichten, gegen das einsetzende digitale Zeitalter. Es war die zweite Hochzeit des Slo-Cores. Vielleicht konnte Star Is Just A Sun nur in dieser Zeitenwende entstehen. Ein Mahnmal für die Stille.

Es war die Zeit des letzten Luftholens. Noch waren Spex, Rolling Stone, Musikexpress, Intro, Visions die Leitmedien, noch erzählte man sich hinter vorgehaltener Hand von der Existenz dieser einen neuen Band. So eine Band waren The White Birch 2002. „Ein Bild ohne Dunkelheit kann nicht schön sein“, sagten The White Birch, und legten erdfarbene Schatten über ihre süßen, umgarnenden Melodien.

Als sie im Januar 2003 durch Deutschland tourten, nahmen sie ihr Publikum ein, und brachten es zum Schweigen. Ob in der Scheune in Dresden, in der Manufaktur in Schorndorf oder dem Bastard in Berlin. Ihre Bühne wurde zum höchsten Punkt des Tals. Ihre Musik warfen sie gegen den nächsten Berg, und warteten auf das Echo, das langsam durch die Nebelschwaden zurückwaberte und still war das Echo und bedächtig schob sich eine Melodie in die Stille. „Let me call you Donau, like the sea in the river that flows in me.”

Wie das Mark Hollis-Meisterwerk „The Colour of Spring“, wie Slints „Spiderland“, wie „Frigid Stars“ von Codeine, oder auch wie „Burn The Furniture“ der Labelkollegen Savoy Grand mag sich zwar die Patina der Zeit über „Star Is Just A Sun“ gelegt haben, aber diese lag bereits 2002 über dem Album, und verändert sich jetzt nur in Nuancen.

Sechs lange Jahre war Star Is Just A Sun nicht mehr erhältlich, auf Vinyl erschien das Album nie. Helge Sten (Supersilent, Motorpsycho, Nils Petter Molvaer) restaurierte und remastered die Originalbänder. In diesem Winter stellt Glitterhouse Records erstmals eine Vinly-Version in den Handel. Auch die CD erscheint im wertigen Digipack mit Booklet. Erstmals. „Glück“, antwortet einer, „passiert. Es ist dann einfach da. Und wenn es da ist, sehen wir es nicht und wenn es verschwindet, suchen wir es.“

Das Streben nach diesem einen Moment, der alles vereint, der Wärme und Kälte ist, der verschwimmt und nicht greifbar ist, der unbemerkt aufzieht und unbemerkt vergeht, der uns eine Ahnung von Größe und von vollkommener Zufriedenheit ist. Spuren davon finden sich auf „Star Is Just A Sun“.

Schalten Sie die Welt aus, lassen Sie sich auf Star Is Just A Sun ein, und sich nicht stören. Die Musik wird Sie durchleuchten. Die Macht der Stille. – Stephan Uersfeld

Fähigkeiten

Gepostet am

28. August 2023